Berufsorientierung für Schüler und Schülerinnen / Werkstatttage
Eine möglichst frühzeitige berufliche Orientierung und Bildung ist die Grundlage dafür, damit junge Menschen den Sinn und Zweck einer zielgerichteten schulischen Bildung als Basis für die spätere berufliche Entwicklung begreifen. Zugleich soll die Berufswahlkompetenz und die Ausbildungsreife der Schüler*innen durch das Ausprobieren an realen Praxislernorten entscheidend verbessert werden, was mit dem Erwerb berufstheoretischer Grundlagen verknüpft ist. Dabei spielt auch das individuelle Eingehen auf die Interessen, Neigungen, Talente und Ressourcen der Lernenden eine wesentliche Rolle.
Auf der Basis verschiedener gesetzlicher Rahmenbedingungen, u.a. der Richtlinien für die Förderung der Berufsorientierung in überbetrieblichen und vergleichbaren Berufsbildungsstätten des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (Berufsorientierungsprogramm des BMBF – BOP) führen wir daher bereits seit einiger Zeit in Kooperation mit anderen Bildungsträgern der Region für Schüler der Klassenstufe 8 und 9 aus Oberschulen und Gymnasien Angebote zur Berufsorientierung durch. Die Schüler*innen testen sich in mehreren selbst gewählten Berufsbereichen in geeigneten Einrichtungen der Region aus. Die Teilnehmer*innen haben hierbei die Möglichkeit, durch einfache berufliche Tätigkeiten in einem praxisnahen Umfeld bisherige Berufswünsche im Hinblick auf ihre eigenen Fähigkeiten und Interessen zu überprüfen, insbesondere bezüglich der berufsspezifischen Kompetenzen sowie der persönlichen Eignung und Neigungen. Die Anforderungen der Arbeitsaufgaben sind auf die Zielgruppe adäquat zugeschnitten. Bestimmte Sequenzen werden durch Exkursionen in entsprechend produzierenden Unternehmen in Bautzen (z.B. Fleischereien) komplettiert.
In unserer Bildungsstätte Bautzen widmen wir uns unter dem Namen Berufsorientierun den Bereichen Hauswirtschaft/HoGa sowie Landwirtschaft/Ernährung, u.a. in den Berufsfeldern Fleischerei und Bäckerei. Am Standort Dresden führen wir die Berufsorientierung als sogenannte Werkstatttage in Hauwirtschaft/HoGa und Büro durch.
Werkstatttage
Werkstatttage sind praktische BO-Angebote und sollen den ermittelten Stärken der SuS entsprechen sowie handlungsorientiert und schüleraktivierend ausgerichtet sein. Die Ergebnisse der Potenzialanalysen sind für die Gestaltung der Werkstatttage zu nutzen. Dementsprechend werden verschiedene zielgruppenspezifische Berufsfelder angeboten, aus denen die teilnehmenden SuS mindestens je drei Berufsfelder auswählen.
Die teilnehmenden SuS erhalten am Ende der Werkstatttage eine individuelle Rückmeldung über ihre Stärken und Potenziale in einem persönlichen Auswertungsgespräch. Die festgestellten Fähigkeiten, Neigungen, Interessen und individuellen Entwicklungspotenziale werden in einem Teilnahmezertifikat dokumentiert.
Das Zertifikat wird im Rahmen des Auswertungsgespräches den SuS übergeben. Das Zertifikat beschreibt außerdem die Bereiche, die praktisch erprobt wurden, die dafür ausgeführten Tätigkeiten in jedem Berufsfeld und ggf. Unterstützungsbedarf. Das Zertifikat kann dem Berufswahlpass oder einem analogen Portfolio beigefügt werden.
„Die Mittel für die Durchführung von Potenzialanalysen und Werkstatttagen wurden durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) zur Verfügung gestellt.“
Diese Maßnahme wird mit finanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

